Prom, letze Wochen

May 8th, 2012 by Joscha

Waaaaas? Nur noch 20 Tage in Monroe?? What the heck? Und damit verbunden: natürlich Vorfreude auf Deutschland, auf meine Mama, die mich hier abholen wird und auf zu Hause, aber vor allem auch das Nicht-Gehen-Wollen. Mir wird echt jeden Tag die Frage, wann ich fahre, mind. 3-mal gestellt. Und das macht mir auch noch mal mehr klar, dass es echt keine 3 Wochen mehr sind. Es macht im Moment halt einfach Spaß, weil ich jetzt festere Freunde habe, mit denen ich was mache, und es mit dem Countdown im Kopf etwas mehr Action gibt, dass Leute sagen “wir müssen unbedingt noch was machen, bevor du fährst” und so.
Ein paar Sachen, die ich vermisse und auf die ich mich freue: Familie, Freunde, Essen, wie gutes dunkles Brot mit gutem Käse oder Mohnkuchen, Zu Hause, 1Live, Fußball (obwohl ich hier übrigens das Champions Leage Halbfinale geguckt hab – um 14:30 Uhr – ein etwas anderes Fußball-Gefühl), Füherschein!, (Schule). Aber auch hier werde ich einiges, einiges ähnliches vermissen: Familie, Freunde, Essen, wie Jambalaya, Boudan, Cinnamon Rolls, Bread Pudding, Gambo, Cane’s (Chicken Strips), Orange Leaf (Joghurt-Eis-Shop).., Zu Hause mit Pool und Boot und eigenem Badezimmer, Football Spiele, Freundlichkeit, Fakt dass jeder jeden kennt…….

Freitag Nachmittag war ich Basketall spielen nach der Schule mit ein paar Freunden, anschließend bin ich zur JGS (Jesus the Good Shepherd – die Grundschule (ich musste gerade echt überlegen, was das deutsche Wort ist) hier in der Nähe, zu der meine Geschwister gehen). Dort war dann ein kleines Fest. Anschließend war ich mit ein paar anderen Freunden essen und dann bin ich mit einem der Freunde und mit seinem Bruder und William zu seinem Haus gefahren, um die Nacht bei ihm zu verbringen. Am nächsten Morgen sind wir früh aufgestanden, um Paintball zu spielen in Shreveport. Und das hat richtig Spaß gemacht! Jeder Teilnehmer hat eine Schutzmaske, eine Schusswaffe, und 1000 Paintballs bekommen. Wir sind mit der Jugendgruppe seiner Kirche gefahren und waren 15 Leute. Es gab mehr als 10 verschiedene “Maps”, also Gelände, auf denen man spielen konnte: Wald, Schloss, Röhren, Gummi, eine Art Parkplatz… Es tut ein bisschen weh, wenn man geschossen wird, vor allem, wenn die Patrone nicht explodiert, sondern nur abprallt. Aber das macht einem umso aufmerksamer und bemühter, nicht geschossen zu werden. Ich wurde dann schon ein paar mal getroffen (man ist raus, wenn man geschossen wird und es gibt auch einen Schiedsrichter), aber nach 10 Sekunden fühlt man es gar nicht mehr – man sieht es allerdings :D .

Am Sonntag war Margaret’s Kommunion, weswegen ich “schon” um 10 aufgestanden bin. Wir waren in der Kirche und haben anschließend im Country Club beim Golfkurs gegessen, und den Rest des Tages im Haus und vor allem im Pool rumgehangen. Temperaturen in Monroe übrigens mehr als 30°C!! Es ist echt super warm!

Ja, und das Wochenende davor war Prom! Der zweite große Tanz in der Schule (mit Homecoming). Ich wurde schon im Januar von einer deutschen Austauschschülerin gefragt, ob ich mit ihr zum Prom an ihrer Schule gehen möchte. Und mit der bin ich gegangen zu West Monroe High School Prom (deren Schule 3000 Schüler hat). Prom ist allerdings nur für Juniors und Seniors. Ich hatte meinen Anzug an, den ich mir bei einem Shop ausgeliehen hatte, die Party konnte beginnen. Bis zur letzten Minute hatten wir noch Schwierigkeiten, weil wir keinen richtigen Plan hatten. Ich dachte eigentlich, sie sollte einen guten Plan aushandeln, weil sie ja dort zur Schule geht und die Leute kennt und so, aber bis 2 Abende vorher hatten wir keinen richtigen Plan. Also hab ich die Sache einfach in die Hand genommen und bei Restaurants angerufen (die fast alle ausgebucht waren) und Reservierungen gemacht und es versucht mit Fahrten und Fotos alles zu organisieren. Es war dann aber doch ein schöner Abend: um 6:30 Uhr haben wir (Sophia, mein Date, Giulia (eine Brasilianerin), ihr Date und ich) uns am Restaurant getroffen und Fotos gemacht, dann dort gegessen, dann zum Convention Center, wo Prom stattfand, gefahren und dann gegen 9:15 Uhr reingegangen. Drinnen noch mal Fotos gemacht und alles ausgecheckt und dann auch getanzt. Es gab einen DJ, der ganz gute Musik gespielt hat – halt Rap Songs und Dance Songs. Am Ende des Abends wird dann auch immer Prom King und Queen gewählt. Dann hat mich Kathryn abgeholt (es war schon 11:30 Uhr) und zu der St. Fred’s After Party gebracht (die hatten Prom am selben Abend), wo wir dann halt ne kleine Nach-Feier hatten. Das war wirklich toll, weil alle meine St. Fred’s Freunde da waren und auch weil das Haus sehr geil war mit Pool mit Rutsche, einer Bar draußen, einem eigenen Kinosaal drinnen usw. Dort habe ich dann auch geschlafen mit noch ein paar anderen Jungs und am nächsten Tag noch was geschwommen, Filme geguckt.. Tolles Wochenende!

Schule ist auch fast zu Ende. Wir haben noch 6 Schultage (bis nächsten Dienstag) und dann starten die Klausuren – jeden Tag 2 für 4 Tage. Das geile ist aber, dass ich in Sport, Gewichteheben, Mathe, und Religion gar keine Klausuren habe, und dass ich Spanisch, Englisch, und Physik nicht schreiben muss, weil es so ist, dass man bis zu 3 Klausuren auslassen kann, wenn man eine 1 in dem Fach hast. Also muss ich nur einen einfachen Test in Amerikanischer Geschichte nehmen am Dienstag und ich bin fertig. Dann ist es noch eine gute Woche, bis meine Mama kommt, in der ich Zeit hab für verschiedene Sachen, wahrscheinlich Zeit genießen mit Gastfamilie und Freunden.
Heute haben wir in der Schule für den Student Body President, also Schülerpräsidenten gewählt. Es gab 2 Kandidaten aus der jetzigen elften Klasse (die Seniors sind übrigens gar nicht mehr in der Schule seit einer Woche) und haben je eine Rede gehalten. Auch gab es die Ämter Vize-Präsident, Schatzmeister, Parlamentarier, Protokollant.

Gut, das ist es für heute.
Tschau mit V!

Joscha

 

Bahamas Fotos, Ostern, Suspension, Lernen über Finanzen..

April 15th, 2012 by Joscha

 

Zu allererst kommen wir nochmal zu den Bahamas. Ich habe jetzt doch so ziemlich alles gesagt, außer den Rückweg. Der was interessant: also ich Euch ja von der Flugzeugverspätung erzählt. Nach mehr als 2 Stunden warten konnten wir endlich ins Flugzeug und alle dachten es geht endlich los. Fehlanzeige! Nach 30 min erfahren wir, dass es ein Problem mit dem Flugzeug gibt, das repariert werden muss (ich glaube davon habe ich Euch sogar schon berichtet, auch dass ich ins Cockpit durfte und so), also gehen alle wieder in den Flughafen für ca. 2 weitere Stunden. Es ist also schon später und endlich wird das Flugzeug geöffnet; das Problem ist behoben! Nachdem ALLE geboarded sagen, fällt dem Piloten ein, dass er laut eines Gesetzes nicht länger als 16 Stunden am Stück arbeiten darf – sprich: wir können nicht mit dem Piloten fliegen, und ein anderer Pilot ist nicht vorhanden. Also das hieß eine weitere Nacht auf den Bahamas und los am nächsten Morgen. Delta hat uns ein Hilton Hotel bezahlt. Am nächsten Morgen um 5 aufstehen und los zum Flughafen. Mit einer 30-Minuten-Verspätung geht es los nach Atlanta. Doch es gibt ein weiteres Problem gibt es: Aufgrund des wichtigsten Basketball Turnier der Saison in New Orleans waren alle Flüge dorthin ausgebucht. Also rufen wir Delta an und kriegen einen Flug direkt nach Monroe – klingt zuerst ganz gut; Problem hierbei: unsere Autos sind immer noch in New Orleans! Also was wir dann machen: wir fliegen nach Monroe und mieten ein Auto für die ganze Woche bis zum nächsten Wochenende, wo wir für Ostern wieder runtergefahren sind nach New Orleans und unser Mietauto dort abgeben können.

Und damit kommen wir zu Ostern: es war ganz nett, aber jetzt nicht übertrieben aufregend. Also wir Freitag runter gefahren (hatten keine Schule Freitag und Montag) und abends dort im Country Club (Golf Club) gegessen, was echt sehr schön immer ist mit schönem Blick. Samstag war eher ein chilliger Tag mit was shoppen und schwimmen und chillen und so. Abends in einem netten Café essen. Und Sonntag haben alle Osterkörbe mit Süßigkeiten und Lindt Schokolade aus Deutschland (:D) bekommen. Dann um 10:30 Uhr geht’s zur Kirche und anschließend wieder zum Country Club, wo wir einige von Kathryns Familie treffen. Es war echt voll dort und eine richtige Familienaktion mit einem verkleideten Osterhasen, der Kindern Ballons macht, dann Kinderschminken, Eierlaufen… Und einem großen  guten Buffet. Gegen 3 sind wir dann (wieder mit unseren richtigen Autos) nach Hause hin aufgebrochen. Ich weiß gar nicht mehr genau, was wir Montag gemacht haben. Wahrscheinlich war ich im MAC (also Fitness-Center) und so.

Kurz nach den Ferien (Bahamas-Ferien) musste ich für einen Tag in der Office sitzen (In School Suspension) weil ich kurz vor den Ferien nicht zu einer Klasse gegangen bin, und stattdessen mit Elise draußen gechillt habe. Naja, es gab einen Feueralarmtest und wir mussten alle an einen Punkt auf dem Schulgelände und haben die anderen meiner Klasse dann halt da gesehen, und dann wurde dem Lehrer klar, dass ich die Klasse geschwänzt habe, und er hat es der Schulleitung erzählt. Deswegen das Office sitzen. Aber ganz ehrlich: es hat eigentlich ziemlich Spaß gemacht. Ich habe Hausaufgaben gemacht, Pakete zu Lehrern gebracht, gelesen, durchs Jahrbuch vom letzten Jahr geguckt, mit Leuten geredet.. Besser als Unterricht! Haha. Naja, aber ich werde jetzt trotzdem nicht mehr schwänzen.

Die letzte Woche lief normal, Schule und nachmittags manchmal Tennisspiele gucken. Ich spiele leider nicht mehr in Spielen, weil ich es nicht geschafft hab in die Top 8 zu kommen. Ich habe versucht, Leute zu challengen aber es hat nicht geklappt – ich habe beide Spiele verloren. Donnerstag war übrigens ein ganz cooler Tag in der Schule: in den ersten beiden Doppelstunden waren wir (10.-Klässler)  in der Turnhalle und haben über Finanzen gelernt. Also man wird in Gruppen mit 4 oder 5 Leuten aufgeteilt und jeder zieht einen geschlossenen Umschlag mit einem Beruf drin. Ich zum Beispiel war ein Krankenpfleger und ich mache $34000 im Jahr. Mit Abzug von allen Steuern bleiben mir $2200 pro Monat. Nun gibt es 10 Stationen in der Turnhalle, die man besuchen muss: Haus, Handy, Auto, Strom, Versicherung, Essen, Kleidung, Ferien, Ausbildung… An allen Stationen muss man sich entscheiden, was man will, also wie viel man ausgeben will. Du kannst zum Beispiel sagen ich will dieses Auto für $18000 (was dann auf den Monat umgerechnet wird plus Benzin und Versicherung) und dieses iPhone in diesem Vertrag mit unbegrenztem Internet und Anrufen, aber dann bleibt kein Geld mehr für was anderes. Also nachdem ich die Runde gemacht habe hatte ich $850 Schulden! Deswegen musste ich nochmal durch alle meine Ausgaben durchgehen und was Abzüge bei einigen Kategorien machen. Nachdem ich mich für ein schlechteres Haus, Auto, Handy und Kleidung entschieden habe, landete ich bei $13. Das ist natürlich auch nicht viel. Aber in meinen monatlichen Ausgaben ist schon Geld für Kino, Essen, Urlaub für $800, und Laptop drin. Also war sehr interessant zu sehen. Jetzt bin ich mir sicher, dass ich einen Job mit viel Geld haben will haha (was ja immer noch den Piloten im Rennen hält). Und in Religion am selben Tag sind die Leute noch mal reingekommen und haben uns über Finanzen aufgeklärt: Kreditkarten benutzen damit man monatliche Ausgaben gut mitverfolgen kann, aber nie überlasten, weil das teuer wird. Außerdem in “Money Makers” wie Investments, also Sparkontos bei Banken investieren, und nicht in “Money Losers” wie Spielekonsolen, die ihren Wert nur verlieren mit der Zeit.

Gestern war Schule und “Senior Skip Day” und Seniors mussten nicht zur Schule. Die haben sowieso nur noch 10 Schultage, aber warum nicht denen noch einen freien Tag geben? Nachmittags bin ich zu Elise gegangen. Dieses Wochenende ist auch so gut wie keiner von unserer Familie hier: Kathryn und Larkin sind in Nola (New Orleans) für ein Fußballturnier, William in Dallas mit seinen Freunden in einem Hotel mit einem Wasserpark, und  Margaret in Shreveport mit der Oma. Also sind es nur Wilson, Frances und ich.

Heute musste ich dann mal wieder Service Hours machen für unsere Schule (wir brauchen ja 5 Stunden jedes Quartal) und dafür bin ich mit Elise, Thomas, und Marc ins Veteran’s Home (also ein Altersheim für Kriegeskämpfer) gegangen, um die Leute dort zu besuchen und mit denen zu reden und zu spielen. Das hat sich so länger angefühlt als es war: 2 Stunden! Ich habe denen nicht erzählt, dass ich von Deutschland bin, weiß nicht ob das so gut kommt. Naja, auf jeden Fall – anschließend bin ich mit Thomas und Marc zu einem anderen Marc gefahren, den ich kenne, und der ganz cool ist (war Senior letztes Jahr auf St. Fred’s) und haben was bei dem gechillt und sind von da aus zum Waffle House gegangen. Und dann hat Thomas mich nach Hause gebracht, wir haben hier Johnny’s Pizza am Pool bei uns gegessen und jetzt sitze ich auf meinem Bett und schreibe diesen Blog-Eintrag, der jetzt doch länger ausfällt als eigentlich geplant.

Jetzt sind es ja echt nur noch 6 Wochen bis ich Monroe verlasse! Ich weiß gar nicht, wie ich darüber denken soll. Also ich bin schon wirklich froh, dass ich dann endlich wieder in Köln bin, und alles wieder sehe nach 10 Monaten: Familie, Freunde, zu Hause, ich vermisse es schon auch und jetzt wo es nur noch so wenige Wochen sind, denke ich schon relativ häufig ans Zurückkommen. Aber auf der anderen Seite wird es jetzt doch was besser mit Freunde-Treffen und so und würde hier auch noch was bleiben. Aber das Debakel hat jetzt wahrscheinlich jeder Austauschschüler – das weiß ich zumindest von denen hier in Monroe, die ich letztes Wochenende wieder gesehen habe.

Zu allerletzt noch ein paar kleine Dinge, die mir wieder aufgefallen sind:

  • Leute lieben Pickles – also Essiggurken. Man kann die überall kaufen: bei Football/Baseball/Fußball/Basketball Spielen, in der Cafeteria – eingepackt in einer verschweißten Plastikverpackung, haltbar einige Monate! Und Leute kaufen das gerne!
  • Viele Landstraßen! Sobald man aus der Stadt rauskommt, gibt es Landstraßen durchs Land, egal ob raus aufs Land oder nach New Orleans – man fährt durch Felder auf teilweise ein- bis dreispurigen Straßen.
  • Jeder Lehrer hat seinen eigenen Klassenraum, den er selber gestalten kann. Also anstatt wie in Deutschland, dass Lehrer und Schüler zu jeder Klasse umziehen, ziehen hier nur die Schüler in die Klassen mit dem jeweiligen Lehrer. Dafür sind die meisten Klassenräume ganz nett – mit Postern und so
  • Jetzt nach der langen Zeit hier träume und denke ich doch häufig in englisch, das ist mir jetzt schon häufiger aufgefallen. Auch, dass ich manche deutsche Wörter anfangen zu vergessen. Aber ich mag beides eigentlich
  • Ich kriege immer mehr auch den Slang mit. Und es gibt so zwei Arten von Slang: so Leute, mit denen ich rumhänge und ein paar andere “coolere” Wörter benutzen und dann meisten Schwarze, die noch mal anders mit Betonung und anderen Wörtern sprechen. Also z.B. das -s in der 3. Pers. Sg. weglassen (she don’t know). Es gibt auch noch einen Country Slang, die dann Sachen sagen wie: he ain’t got no pants
  • Es gibt immer noch 7. Klässler, die mich ansprechen, die ich noch nie zuvor gesehen habe oder deren Namen ich nicht kenne haha
  • Mit William vertrage ich mich echt gut. Natürlich gibt es mal Streitereien über Dinge,  wie das halt bei Brüdern so ist, aber es ist echt immer lustig mit dem und ich weiß nicht, was ich ohne ihn machen würde
  • Es gibt hier auch VW Werbungen, die dann auch enden mit “Volkswagen – das Auto“. Es wird nicht gesagt, aber es steht da. Lustig oder? VWs sind hier übrigens nur unter Volkswagen bekannt
  • Es ist ganz interessant zu sehen, wie wir in Geschichte über die Weltkriege sprechen, aber jetzt halt von einer völlig anderen Perspektive. Es ist immer noch die selbe Geschichte und es wird hier nicht groß anders erzählt wie in Deutschland, nur die Perspektive ist halt anders. “We invaded Germany and helped France
  • Der Frühling ist jetzt definitiv da: Vogelgezwitscher, Temperaturen bis zu 30°C, Jungs auf der Straße mit Fahrrädern und Basketbällen, viele Leute auf dem Tennisplatz oder joggen.. Macht Spaß!
  • Vor gut einem Monat gab es einen Stromausfall für eine Stunde hier. Nichts besonderes, aber ist halt noch nie vorgekommen in meinem Leben (außer Bali und Fuerteventura und eher unzivilisierte Länder)
  • Die häufigste Frage, die ich jetzt immer zu hören bekomme ist: “Wann fährst du zurück nach Deutschland?

Und jetzt ist Schluss mit lustig, und ich bin raus!

Paradise Island, Bahamas

April 1st, 2012 by Joscha

Bahamas war klasse! Es war eine Riesenhotelanlage, eine eigene Insel fürs Hotel, mit tausenden Sachen wie ein Super langer Lazy River mit Wellen, Schnellen, und ruhigeren Teilen. Von da aus kann man auch in den Rutschturm hochfahren indem man sitzen bleibt und das Band einen hochfährt. Man muss also noch nicht mal mehr aufstehen. Dann gibt es auch noch Rutschen ohne Reifen. Und das Meer war auch echt schön. An manchen Tagen richtig hohe Wellen, an anderen schönes, flaches, türkises Wasser.

Und dann war da noch der Teens Club “The Crush”. Das war net schlääsch. Auf der einen Seite war der Dancefloor und DJ und Lichter und so und auf der anderen eine Säule mit Fernsehern und darunter Sessel mit Game Controllern für die Videospiele auf den Fernsehern. Dieser Raum war etwas ruhiger und für Leute um zu reden und spielen. Ein Highlight da waren die Tische mit eingebautem Touchscreen Bildschirm, worauf man Spielen kann, Bilder angucken kann, vergrößern, verkleinern, drehen, usw.
Wir waren in dem Club (13-17 Jahre) drei der fünf Nächte und es hat 25$ jedes mal gekostet. Es hat aber Spaß gemacht und ich habe einiges für meine Zukunft gelernt :D

Unser Flug ist jetzt verspätet um erst ne Stunde, jetzt sind es schon 3 und gerade wurde gesagt, dass alle Leute wieder in den Flughafen dürfen, weil es noch was dauern wird bis ein Problem mit dem Flugzeug behoben wird. Die Situation habe ich natürlich schnell ausgenutzt und habe den Piloten gefragt, ob ich das Cockpit sehen darf und er sagte na klar und hat mit alles gezeigt und erklärt. Das war echt cool. Er ist Pilot seit 30 Jahren und hat früher sogar deutsche Bundeswehrflugzeugleute ausgebildet. Also jetzt warten wir hier noch in Nassau; den Anschlussflug nach Atlanta haben wir schon verpasst und wie mussen sie Nacht wahrscheinlich da verbringen. Wir müssen ja erstmal nach Atlanta und von da aus nach New Orleans. Nach der Sicherheitskontrolle mussten wir uns dann aufteilen, weil ich kein US citizen bin und in der Schlange habe ich Leute hinter mir Französisch sprechen hören und dann einfach mal auf Französisch angesprochen und dann mich auh mit denen auf Französisch unterhalten. Das war ganz cool. Und ich kann besser Französisch sprechen als erwartet. Joa und dann halt Fingerabdrücke und Foto und Formular ausfüllen und jetzt sitzen wir hier und warten auf den Flieger.

Ich bin. Ärztlich auch schon Braun geworden. Leider hat es nicht ganz geklappt nicht auch einen Sonnenbrand an ein paar Stellen zu bekommen. Also der Name Paradise Island macht seinem Namen alle Ehre.
Achso ich hab vergessen zu erzählen, dass echt viele Teens da waren. Und auch klasse Mädels! :) Natürlich die meisten aus den USA, aber auch ein paar andere Leute, wobei ich keine anderen kennengelernt habe. Soweit, so kurz von hier. Wie gesagt: toller Urlaub, über den ich sehr dankbar bin.

Und am Montag geht’s dann leider auch schon wieder in die Schule.. Allerdings nur für 4 Tage; dann ist Ostern bis einschließlich Montag, was eine weitere 4-Tage-Woche bedeutet :)

Lieblings-Sophomore

March 24th, 2012 by Joscha

Na, jetzt komme ich ja doch noch mal zum schreiben bevor wir zu den Bahamas am Sonntag aufbrechen. Heute war der letzte Schultag (vor den Ferien) und die meisten Seniors waren noch nicht mal da. Die meisten von denen machen jetzt sowieso fast nichts mehr für die Schule nach Warriors Wear It Well am Mittwoch. Viele bleiben hier für die Ferien, andere fahren an den Strand, wieder andere zu Disney World in Florida.

 

Letzte Woche haben wir für die Favoriten und die Schönsten unserer Stufe gewählt, was dann ins Jahrbuch. Jeder Jahrgang wählt seinen männlichen und weiblichen Favoriten und seinen schönsten Jungen und Mädchen. Ich habe für Juniors gewählt, weil ich gerade Junior Religion hatte. Aber offiziell bin ich ja ein Sophomore und ich war dann positiv überrascht, als sie in den Durchsagen heute gesagt haben, dass ich der Favorit dieses Jahres bin! :) Hat mich natürlich sehr gefreut. Ich hatte aber auch ein Gespräch mit einem Lehrer, weil ich gestern nicht bei Workouts war, sondern mit Elise nach Lunch draußen war. Wir dachten, es wird eh nicht auffallen, und das ist es auch nicht, bis die Feuersirene (Test) kam und wir zu den anderen mussten, und dann Coach Bell mich aufgeschrieben hat. Jetzt muss ich wahrscheinlich nach den Ferien einen Tag im Sekretariat Arbeit machen, anstatt in den Klassenraum zu gehen. Meine Religionslehrerin hat nur gelacht und gesagt, dass ich zu amerikanisch geworden bin und die das früher ständig gemacht hat. Sie hat das auch gesagt, weil ich auf der Tafel statt „Do exercise on p.182 – Pen only“ einen Strich beim P gemacht, dass es Ren wird, das ein Mädchen in unserer Klasse ist. Und ich habe dann gesagt: „Hä? Ich dachte nur Ren muss das machen!!“ Und in der Spanischpräsentation, wo wir über unsere Familienmitglieder in Spanisch eine PowerPoint-Präsentation machen sollten, habe ich einfach Tierfotos genommen und noch so Soundeffekte zugefügt und so. Ein amerikanisches „Sprichwort“ sagt: YOLO – you only live once! Und im Moment habe ich halt damit noch was Spaß.

 

Und dann war ich heute noch im Kino mit Thomas, Austin, und Brooke und wir haben die Hunger Games geguckt. Gibt’s das (schon) in Deutschland? Das ist hier ein Riesen-Hype. Letzte Nacht um 0:00 Uhr gab es 11 Vorstellungen gleichzeitig in einem Kino (alle Sääle) und alle waren ausgebucht! Die haben in dieser einen Nacht $20 Millionen eingenommen in den USA. Ich habe das erste Buch in den letzten Wochen gelesen, von daher war ich schon auf den Film vorbereitet und gespannt. Und es war auch ganz gut. Natürlich kann der Film nicht alles zeigen, es war aber trotzdem ganz gut. Was ich morgen machen werde, weiß ich noch nicht.

 

So, jetzt kann ich mal von dem Einbruch vor zwei Wochen erzählen. Es war auch ein Freitagabend und wir waren auch im Kino (Wilson, William, und Elise, und ich) und danach waren wir noch alle bei ihrem Haus, außer Wilson und William; die sind nach Hause gefahren, weil die müde waren. Beide waren einfach nur in ihren Zimmern. Um 23:00 Uhr hörte William dann die Tür öffnen und dachte, wir sind wieder zurück. Wir waren aber noch alle bei der befreundeten Familie. Als William aus seinem Zimmer aus in den Flur in die Küche guckt (wo die Tür ist, in die wir rein kommen wenn wir mit dem Auto kommen), sieht er niemanden. Als er Wilson davon berichtet, sagte er, dass er sich keine Sorgen drum machen soll. 5 Minuten später geht die Tür wieder auf, und als William wieder keine Stimmen hörte von uns, guckte er wieder in die Küche und diesmal sah er einen fremden Mann, der in der Küche offensichtlich versuchte den Laptop zu entwerten. Wilson holt eine Pistole und geht zu dem Mann in die Küche und fragt ihn „Was machen Sie da?“ Der Mann antwortet nicht und rennt aus der Türe aus dem Haus. Dann haben sie die Polizei gerufen, und die ist erst zu einem falschen Haus gefahren, deswegen waren sie verspätet. Sie bringen einen Hund und Polizisten versuchen Fingerabdrücke zu kriegen, und nehmen dafür auch den Laptop und den Router, die beides vom Dieb angefasst wurden, mit zur Wache, um die zu überprüfen. Der Dieb hat nichts mitgenommen. Das witzige war, dass direkt am Türeingang ein iPad, und ein Portemonnaie waren, die der Dieb anscheinend nicht gesehen hat. Warum würde man auch in ein bewohntes Haus mit Licht einbrechen. Aber dafür hat er wahrscheinlich auch gecheckt, ob jemand da ist, indem er die Tür geöffnet hat und geguckt hat, ob jemand da ist (das Alarmsystem macht immer ein beep-beep Geräusch, wenn eine Tür irgendwo im Haus öffnet). Leider konnte die Polizei keine Fingerabdrücke entnehmen und den Täter auch nicht finden. Aber seitdem sind unsere Türen immer verschlossen. Auf jeden Fall ne krasse Sache.

 

Und sonst so: ist ja Fastenzeit. Ich habe angefangen auf Süßigkeiten und Soft-Getränke zu fasten. Es ging auch eigentlich ganz gut, aber dann habe ich ein tolles Osterpäkchen von meiner Oma aus Geldern bekommen mit vielen Süßigkeiten und ich hab noch all die anderen übrig und dann dachte ich, dass ich die irgendwann doch noch alle essen muss. Von daher faste ich ab jetzt auch nur noch auf Soft-Getränke. Trotzdem vielen Dank an dich Oma, wenn du das hier liest. Hab mich sehr gefreut. In der Schule ist freitags immer „Silent Friday“, anscheinend eine katholische (oder christliche) Tradition, beim Essen nicht zu reden, um mehr an Gott zu denken und näher bei ihm zu sein. Auch gibt es kein Fleisch freitags in der Kantine.

 

Mit meinem Englisch ist es so: ich habe mich definitiv stark verbessert gegenüber bevor ich kam. Also ich kann viele Sachen jetzt einfach so sagen, vor allem aber kann ich jetzt so gut wie alles verstehen. Also ich muss mich gar nicht mehr konzentrieren, wenn ich einen Film gucke, sondern verstehe alles perfekt. Das selbe in der Schule, am Handy.. Mit dem Sprechen ist es immer noch nicht perfekt. Ich habe halt immer noch einen Akzent, den man hören kann. Ich werde immer noch manchmal gefragt, wo ich herkomme und meine Grammatik beim Sprechen ist auch nicht immer 100%. Aber wenn ich das zu anderen Austauschschülern vergleiche, bin ich gar nicht so schlecht und habe mich mehr verbessert. Ich habe das Gefühl, es gibt so drei Phasen: 1.) nicht genau wissen, wie man Sachen sagt; ein wenig unsicher, 2.) richtig ins Englische kommen und alles übersetzen können, aber deutsche Sätze Wort für Wort übersetzen (wenn auch ohne nachzudenken), und 3.) perfekt Englisch sprechen können, auch mit englischen Redewendungen. Und im Moment bin ich glaube ich zwischen 2 und 3, denn ich ertappe mich selber noch manchmal beim Wort für Wort übersetzen von deutschen Redewendungen oder Sätzen.

 

Das war’s von mir. Euch schöne Frühlingstage, uns schöne Sommertage! :D

Warriors Wear It Well

March 22nd, 2012 by Joscha

Guten Abend alle Mann.

Es ist echt wieder viel passiert in den letzten Wochen (kommt mir vor, als ob ich jeden Blog-Eintrag so starte), und es ist der erste Blog-Eintrag des 4. Quartals :S. Das heißt es sind nur noch 9 Wochen -> :S, aber gleichzeitig auch :) . Und das ist halt so: auf der einen Seite bin ich natürlich wieder froh zu Hause zu sein und Leute wiederzusehen, aber bin auch traurig hier zu gehen und die meisten Leute wahrscheinlich nicht mehr wieder zu sehen. Viele Leute fragen mich im Moment, wann ich denn fahre, und ob ich weinen werde und wiederkommen werde (zum Besuch). Und tja, mit dem weinen weiß ich ja selber noch nicht und mit dem Wiederkommen sage ich (und meine ich auch), dass ich zum Besuch kommen werde, nachdem ich in Deutschland das Abi gemacht hab. Ich versuche es zu schaffen, dass dann in 2 Jahren eine USA Rundreise mache und dann natürlich auch Monroe nochmal besuche. Das Problem wird dann natürlich sein, dass Juniors und Seniors, mit denen ich am meisten zu tun hab, dann auf Colleges überall in den Staaten verteilt sein. Ich kann dann nur hoffen, dass die dann in ihren Ferien zu Hause besuchen, wenn ich auch hier bin; und viele machen das auch. Und dann natürlich auch um meine Familie hier wiederzusehen. Aber ich will jetzt nicht nur an Abschied denken, auch wenn es doch häufiger mal vorkommt, dass ich schon denke, wie es sein wird, wenn ich wieder zurück zu Hause bin, oder mit meiner Mama, und Cousine, und Onkel nach Florida zu den Keys fahre.

Spulen wir ein paar Tage zurück: zumindest so weit wie ich mich an alles gut erinnern kann… Samstag!
Samstag war ein Baseball Spiel von St. Fred’s und da bin ich hingegangen. Mein erstes Baseball-Spiel ever!! Es ist nicht ganz so langweilig zu gucken, wie ich es mir immer vorgestellt habe, aber um ehrlich zu sein, wird es auch zukünftig nicht mein Lieblingssport werden. Aber man geht ja nicht nur zu den Spielen, um das Spiel zu sehen, sondern auch (bzw. besonders)  um andere Leute zu sehen und Spaß zu haben. Es war ein toller Frühlings-Sommer-Tag und einige Leute waren dort (v.a. “Spieler-Frauen”, also Freundinnen der Spieler; so ganz viele Jungs waren nicht da). Leider haben wir das Spiel ganz klar verloren. Und jetzt verstehe ich glaube ich auch das Spiel ziemlich gut. Also wer fragen hat, fragt!! :)

Samstag Abend war so fast das Highlight des Tages, denn ich durfte Golf Carts fahren. Und das ist nicht alles: dafür habe ich auch noch Geld bekommen: 50$. Und auch das ist noch nicht alles: ich habe Marlon Jackson (Michael Jacksons Bruder) gesehen! Jetzt kläre ich euch auf: es war eine Fundraiser Party (also eine Party, um Geld zu sammeln) für einen Bürgermeisterkandidat, der schon in den letzten 12 Jahren Bürgermeister war (es gibt keine Begrenzung bei Bürgermeistern). Also es war eine Party mit reichen Leuten und ich hab die dann von wo die geparkt haben zu wo die Party ist (ungefähr 100-200 m) mit dem Golf Cart gefahren, für 2 Stunden. Hat echt Spaß gemacht. Ganz ehrlich: ich würde Geld zahlen, um in einem Golf Cart zu fahren und bekomme ich dafür sogar Geld, und darf Michael Jacksons Bruder sehen, der eine Rede gehalten hat, v.a. über die Kinder, unsere Zukunft. Das war halt echt Glück, dass ich von der Mutter eines Freundes gefragt wurde, die auch auf der Party war und gefragt worden war, ob die 2 Leute zum “arbeiten” besorgen kann. Ja, so lief der Abend ab. Dann habe ich noch was 24 mit William geguckt und Mario auf Ninendo 64 gespielt xD.

Und Sonntag waren wir Wasserski fahren! Ja, es ist schon wieder so warm! Und fürs erste mal in meinem Leben konnte ich länger als nur eine Sekunde auf den Skiern stehen. Es war mein erster Versuch nach ca. einem halben Jahr und ich bin direkt gut aus dem Wasser gekommen. Das hat mich natürlich sehr gefreut. Und wir waren auch noch “tubing”. Ist was schwer zu erklären, was das ist: halt so ein luftgefüllter Plastikreifen mit Boden, in das man sich reinsetzen kann und vom Boot übers Wasser gezogen wird. Macht echt Spaß, vor allem wenn Wellen (von anderen oder vom eigenen Boot) kommen.

7 Tage zuvor, daran erinnere ich mich gerade, war ich mit Wilson und William auf dem Land und wir haben mit ner Pistole auf Gegenstände im Wald geschossen. Und auch hier wieder einmal: das erste mal in meinem Leben, diesmal eine Pistole. Zuvor hatte ich ja schon mal eine Schrotflinte geschossen. Und ich durfte auch wieder fahren, und das macht mir immer besonders Spaß. Ich freue mich schon darauf, den Führerschein zu machen, wenn ich zurück komme.

 

 

 

Dann unbesondere 2 Schultage und heute dann, wie auch die Überschrift sagt: Warriors Wear It Well. Klingt wie eine Style-Show? Ist es auch! Alle Seniors, die ja in noch nicht mal 2 Monaten Graduation haben, sind gemodelt im Monroe Civic Center, also einfach in einem Saal, ähnlich wie Vereinshaus in Worringen, nur mit langem Catwalk. Gruppen mit 4, 5, oder 6 Leuten haben sich zusammen gefunden und haben ihre Outfits (können sie sich selbst aussuchen) auf ihre Art präsentiert. Während die meisten Mädchen wie richtige Models laufen und sich vorstellen mit Musik, haben die meisten Jungs noch 1, 2 Gags drin mit z.B. Angeln eines Fisch-Kuscheltiers (bei der Camouflage-Gruppe) oder Golfspielen mit einem Golfschläger, wo einer in der Gruppe mit dem imaginärem Ball ins Gesicht getroffen wird. Es war ganz lustig. Nachdem es eine große Verlosung gab, kamen sie nochmal mit ihren Geschwistern auf die Bühne, und am Ende wurde jeder einzelne noch mal präsentiert mit Namen, Familie, besten Momenten, Zukunftspläne usw. usf. Das hat dann schon ein wenig länger gedauert und ich war müde für den Rest des Tages. Und weil ich mir ja meistens aussuchen darf, ob ich ein Junior (11. Klässler) oder ein Sophomore (10. Klässler) sein will und heute die bessere Wahl ein Junior zu sein, habe ich das gewählt. (Denn Juniors konnten schon um 8:45 aus der Schule und haben dann aufbauen (und später auch abbauen) geholfen) Leute fragen mich immer noch ständig, was ich denn jetzt bin: Sophomore oder Junior und es ist wirklich so: beides, und ich entscheide mich halt immer für das, was besser ist in der jeweiligen Situation :D (meistens ist aber Junior besser)

Ich hab eigentlich noch viel zu erzählen (z.B. vom Einbruch in unser Haus), auch was mir wieder so an Unterschieden aufgefallen ist, aber ich mache jetzt hier mal Schluss und erzähle es das nächste mal.
Und in nur 4 Tagen geht es dann zum nächsten großen (wenn nicht größten) Event: Bahamas. Wir werden Monroe am Sonnatg verlassen und nach New Orleans fahren und von da aus fliegen. Ich bin schon aufgeregt und freue mich total. Wahrscheinlich werde ich das nächste mal dann von da berichten.

 

P.S. Ich habe eben die Bayern im Livestream verfolgt (war ja hier nur 2:30 Anpfiff (wir haben jetzt übrigens schon Sommerzeit)) und hab mich natürlich gefreut, dass es geklappt hat. War ja krass, dass es im Elfmeterschießen passiert ist, aber ich freue mich :) .

Mardi Gras in New Orleans

March 3rd, 2012 by Joscha

Down in New Orleans… so geht eines der Mardi Gras Lieder, die manche in der Mardi Gras Zeit (wie Karneval Weiberfastnacht, eher der Freutag bis Rosendienstag) singen. Es war eine tolle Zeit dort unten mit einigen “jecken” Leuten :)

Also am Freitag nach der Schule ging alles los. Wir wurden aus der Schule früher ausgecheckt und haben uns auf eine 5-Stunden-Reise durch meist unbewohnte, grüne, und sumpfige Landschaft begeben. Die Zeit im Auto vergeht mit Musik und Filmen auf iPod und den einegabuten Fernsehern in den Rüclsitzen. Auf dem Weg, fast in New Orleans halten wir bei dem berühmten Meeresfrüchte-Restaurant Middendorf direkt neben ganz viel Gewässer, das das New Orleans-Land umgibt. Wir kommen an wenn es dunkel ist und sehen und hören schon einen Zuch/Parade und die dazugehörenden Menschen mit Alkohol allen Alters. Wir kommen am Hotel an (was übrigens ein echt sehr schönes Hotel war mit perfekter Lage zu Zügen und Bourbon Street und das sogar einen beheizten Pool auf dem Dach mit einem Ausblick über New Orleans hat) und beziehen unsere Zimmer. Dann checken wir erstmal die erste Parade aus und genießen die ersten Stunden in den Straßen von New Orleans..

Das gute am Mardi Gras in New Orleans, was wirklich sehr ähnlich zum Kölner Karneval ist, ist dass es jeden Tag durchschnittlich um die 3 Paraden gibt, denn dort ist es so, dass jeder (Karnevals)Verein seinen eigenen Zuch hat. Wir hatten einiges zu bestaunen – und zu fangen! Auch wie im Monroe Mardi Gras vor ca. einem Monat werden sogenannte Beads geworfen, wovon ich schon letztes mal berichtet habe. Natürlich gab es auch Paraden, die mehr und andere, die weniger geschmissen haben. Es war insgesamt echt voll und tausende Menschen aus der ganzen Welt waren da, aber wir hatten eeigentlich immer gute Stellen, wo wir relativ nahe am Zuch waren. Einmal saßen wir sogar in einem gemietetem Gestell-Bereich, was auf gleicher Höhe mit den Wagen des Zuchs ist. Das war echt cool, auch weil Will Ferrel, ein echt lustiger Schauspieler (spielt mit in “Oldschool”, “Stiefbrüder”, “die etwas anderen Cops”), als König mit auf dem ersten wagen war. Das war am Sonntag Abend. Übrigens: die Musikgruppen im Zuch sind immer High School Bands, also die z.B. bei Football Spielen ihrer jeweiligen Schule spielen. Und anstatt “Kamelle” wird dann entweder gejubelt und die Arme hochgerissen oder man schreit etwas wie “Schmeißen Sie mir etwas, Mister!”

 

 

Tagsüber sind wir meist durch New Orleans gelaufen, nachmittags und abends Paraden gesehen, oder im Hotel gechillt und zwischendurch sind wir Essen gegangen in Restaurants. Montag Abend war eines meiner persönlichen Highlights: Bourbon Street. Ich wusste schon, dass es dort “crazy” umhergeht, aber dann war ich dort live und war begeistert. Also zuerst mal kann ich sagen: es war echt voll und Leute überall, auf Balkons, auf der Straße, in den Clubs; und das die ganze Straße lang – und die ist nicht nur 100m lang, sondern einiges länger! Also hier kommt jeder hin, der Party machen will und seinen Spaß haben will – auch mit Frauen! :D
Musik kommt von allen Seiten und in den Clubs tanzen schon einige Leute oder trinken einfach nur. Etwas typisches im New Orleans Mardi Gras ist, dass Frauen ihren BH hochziehen und ihre Brüste zeigen, meistens um Beads von Männern auf den gemieteten Balkons zugeschmissen zu bekommen. Und wenn jemand wieder ihre Brüste gezeigt hat, hört man Jubel und meist sieht man auch einige fotografierende Männer und deren Blitzlicht. Das war auf jeden Fall eine tolle Erfahrung und ich hab schon gesagt: ich muss wiederkommen fürs College nach New Orleans! xD

Am Dienstag Morgen war es das dann mit Mardi Gras und wir begeben uns auf den Weg nach Hause. Wir nehmen noch schnell ein paar Beignets (franz. ausprechen) mit; die sind wirklich sehr lecker und kannte ich gar nicht, auch nicht aus Frankreich. Sonst nehmen wir ca. 10 Beutel voll mit Beads mit, die insgesamt geschätzt um die 100kg wiegen, und die wir später aussortieren werden und das meiste an Monroe Schulen oder Vereine oder Leute verschenken werden. Ich habe einige behalten und werde auch ein paar mit nach Deutschland zurückbringen und dann nächstes Jahr Karneval zu meinem Kostüm tragen.

Bilder und Videos habe ich einige gemacht, einige mehr als hier auf meinem Blog, aber mans kann’s halt nur versuchen darzustellen. Um das richtige Feeling zu haben muss man schon dabei sein und ich bin froh, dass ich das konnte und Euch auch davon berichten zu können. :)

Grüße aus Frühlings-Monroe

Su lang mer noch am lääve sin…

February 12th, 2012 by Joscha

…am Lache, Kriesche, Danze sin; su lang mer noch am lääve sin!!


Achja, Karnevalszeit, Mardi Gras Zeit. In den letzten Tagen habe ich dieses Lied echt oft gehört und mir es ist es warm ums Herz geworden :D . Ne aber echt, ich vermisse Karneval ein wenig. Doch heute war auch ein bisschen Karneval in Monroe. Heute so gegen 18 Uhr sind wir aufgebrochen, um in einem Restaurant zu essen, dass an der Straße vom Monroe Straßenzug war. Ja, ihr habt richtig gehört, auch Monroe feiert Straßenkarneval – oder besser gesagt – Straßen Mardi Gras. Es war ein schöner Zug, den wir da gesehen haben. Relativ ähnlich zu einem deutschen. Also es gab Wagen, die von Trucks gezogen wurden, und auf denen Leute standen, die Mardi Gras Ketten geworfen haben. Es werden also keine Süßigkeiten geworfen, sondern so verschiedenfarbige Plastik-Perlen-Ketten. Und dazwischen auch mal eine Musikkapelle oder auch mal ein Polizeiauto. Hat Spaß gemacht es zu gucken, war nur eiskalt. Diese Nacht ist die kälteste im ganzen Jahr bisher mit 25°F (~ -4°C). Ich habe den Zug zusammen mit Elise geguckt, weil deren Familie auch in dem Restaurant war. Ich habe gehört, dass auch ganz viele andere aus meiner Stufe da waren, aber ich wusste nicht genau wo, und es war auch ganz ok so. Der Zug ging ziemlich genau 2 Stunden lang, was ich gar nicht erwartet hätte. Und im Vergleich zu New Orleans, wo wir nächste Woche fürs “richtige” Mardi Gras hingehen, soll das hier gar nichts gewesen sein. Ist wahrscheinlich so wie mit Worringen und Köln-Innenstadt. Bin mal gespannt.. und aufgeregt! :)

Fotos:

 

Die letzte Woche war auch wieder spannend. Am Dienstag Abend sind wir mit unserem Fußball-Team Abendessen gewesen. Es war der Abend vor unserem wichtigen Play-Off Spiel (2. Runde) in New Iberia in der Nähe von Lafayette. Alle Fußballspieler waren da und auch Trainer, Eltern, und Father Long, unser Schulpastor und -president. Und im Anschluss daran sind Kathryn, die Mädels und ich ins Musical Cats gegangen, was hier in Monroe war für den Abend. Dafür sind wir ins Monroe Civic Center gegangen, wo das Theater von Monroe ist. Es sah aus, wie ein normales Theater. Ich habe einige Leute getroffen, die ich kannte. Das Stück selber war beeindruckend, ich habe aber nicht allzu viel verstanden. War aber ein Erlebnis.

Am Mittwoch waren wir den ganzen Tag über (8:00-22:00) in und auf dem Weg nach/von New Iberia, um die zweite Runde der Fußball Play-Off Spiele zu spielen. Wir haben gegen die “Catholic High” gespielt. Leider haben wir 2-0 verloren — verdient allerdings! Ich saß natürlich wieder das ganze Spiel auf der Bank. Die Busfahrt war aber lustig und es war ein guter Trip; definitiv besser als Schule.

Am Donnerstag war ich wieder nicht in der Schule, weil wir mit unserem FBLA (Future Business Leader of America) Team zu ULM (University of Louisiana in Monroe) gefahren, um dort in verschiedenen Kategorien gegen andere Schulen anzutreten. Dafür mussten wir auch ansprechend angezogen sein, also Krawatte und so. Alle Kategorien hatten in irgendeiner Weise etwas mit Businesses zu tun. Es gab also z.B. Job Interview, Current Events, Reden, Cyber Security, Business Calculation, Business Ethics, FBLA facts…
Ich habe in der Kategorie “Business Technology” und “Business Communication (das ist englische Grammatik)” teilgenommen. Es waren ungefähr so 400 Leute von ganz verschiedenen Schulen von Monroe und Umgebung da, und die 5 besten in jeder Kategorie qualifizieren sich für State in Lafayette. Und wisst ihr was? Ich habe mich in meinen beiden Kategorien für State qualifiziert!! :)

Ich hab mich natürlich riesig gefreut und auch schon auf den Trip nach Lafayette, um um National zu kämpfen, bis ich erfuhr, dass der Termin in den Osterferien ist, wenn wir auf den Bahamas sind -.- . Also kann ich leider nicht teilnehmen. War aber auf jeden Fall sehr toll. Viele von Euch denken jetzt wahrscheinlich, was ein Luxus-Problem und da habt ihr auch Recht. Und ich gehe auch viel lieber auf die Bahamas als einen oder zwei Tage nach Lafayette für einen Test. Wenn es allerdings in der Mitte einer Schulwoche gewesen wäre, wäre ich natürlich dabei xD.
Und jetzt setzte ich mir wieder meine Kopfhörer auf und höre was Musik. Was gibt’s eigentlich an neuen Karnevalssongs diese Session? Schreibt mal in den Kommentaren!
Machtet Jut, Euer Kölsche Jung.

Bahamas!!

February 6th, 2012 by Joscha

Jetzt sind wir schon im Februar und es gibt jetzt wieder einiges zu berichten. Macht Euch gefasst!

Fangen wir mit der größten und tollsten Neuigkeit an: die Bahamas! In den Osterferien werden wir mit der ganzen Familie zu den Bahamas fliegen und dort eine Woche in einem übertrieben geilen Hotel (Atlantis) leben. Die Tickets sind schon gebucht. Ich bin einfach übertrieben aufgeregt und freue mich schon drauf. Es sieht einfach traumhaft schön auf den ganzen Bildern aus. Ich bin echt froh, dass ich das erleben kann.

Das Wetter im Moment ist wieder ein klein wenig winterlicher, aber immer noch 14° bei bewölktem Wetter. In den letzten Tagen gab es auch mal Regen, und auch mal Sonne – also abwechslungsreich. Aber vor kurzem – ich glaube es war vor ca. 3 Wochen – war hier auch mal richtig schönes Wetter! Also mit Temperaturen von 25° und Sonne! Es war einfach Hammer: den Football werfen ohne T-Shirt und dabei schwitzen. Und mit der hohen Luftfeuchtigkeit roch es und fühlte es sich an wie am Meer. Ich hab mich gefühlt wie am Strand von Fuerteventura. Im Moment bin ich echt froh diesen Winter hier zu verbringen, denn ich hab mir ja jetzt mal die Temperaturen von Köln angeguckt: -15°/-4°??? Ach du kacke!! Geht ja mal gar nicht klar! :D

Mit Tennis habe ich jetzt mal richtig angefangen; das heißt Montag, Dienstag und Donnerstag Training mit Coach Joel. Und es macht auch Spaß. Vom Training her ist es sehr ähnlich zu dem in Deutschland. Also häufig Spiele mit einem König auf der einen Seite und den anderen auf der anderen Seite, die versuchen König zu werden indem sie 3 Punkte erreichen. Der Trainer spielt dabei  die Bälle ein. Manchmal spielen wir auch Doppel oder versuchen den Ball so lange wie möglich zu spielen.

Vorletzte Woche war Spelling Bee an unserer Schule. Was ich vorher nur aus Filmen kannte wurde jetzt Realität. An unserer Schule hat nur Junior High (also 7. und 8.-Klässler) teilgenommen (es wird nicht mehr in der High School gemacht). Eigentlich war es High School Schülern nicht erlaubt, sich das anzugucken, aber ich hab ganz lieb alle gefragt und erklärt, dass ich das immer schon mal in Echt sehen wollte und dann meinten sie so: “Okay, wir schmuggeln dich in die letzte Reihe!” An unserer Schule war es nicht wirklich sehr groß, weil die beiden Stufen zusammen nur um die 80 Leute haben. 4 aus jeder Stufe saßen auf Stühlen vor dem 80-Mann-Publikum in der Kirchkapelle und sind aufgestanden wenn ihre Namen gesagt wurden. Dann wurde ihnen ein Wort vorgesagt, was sie dann buchstabieren sollten. Manche der Wörter waren ziemlich einfach, andere habe ich noch nie gehört und könnte ich nie buchstabieren. Nachdem jeder richtig buchstabiert hat wird applaudiert und eine neue Runde wird begonnen. Wenn jemand falsch buchstabiert hat muss er sich ins Publikum setzen bis nur noch einer übrig bleibt, der Gewinner. Dieser Gewinner vertritt unsere Schule dann beim regionalen Spelling Bee Wettbewerb. Was ich vorher nicht wusste: es gibt auch ein Geography Bee.

Und letzte Woche war bei uns Catholic School Week an unserer Schule. Das bedeutet einfach nur, dass wir als eine katholische Schule jeden Tag eine Aktion zusammen machen. Am Montag war es ein Volleyballspiel der Seniors (12.-Klässlern) zugucken, Dienstag weiß ich gerade nicht, Mittwoch ein echt toller Hüpfburghindernisparcours, an dem ich übrigens für die Juniors und Sophomores mitgelaufen bin im Team :D , und am Donnerstag dann American Idol, wobei ich wieder der gemeine aus der Jury war (Dieter Bohlen in DE; Simon in USA) :) . Das hat echt super Spaß gemacht. Ich wurde gefragt, ob ich das wieder machen will, weil ich ja schon zur Weihnachtszeit in dem American Idol Video das gemeine Jury-Mitglied war und ich da so lustig war. Ich habe jetzt am Donnerstag so Sätze gesagt wie “Ich wäre lieber im Knast und würde 10 von Ms. McCholloch’s Religionstests schreiben, während ich die Musik von Titanic höre, als dich noch mal zu hören!” oder “Den ganzen Morgen ging es mir schon schlecht und ich fühlte mich wie am Ende einer Klippe und jetzt mit deinem Gesang bin ich einen Schritt weiter!” oder “Ich poste gerade auf Facebook: ‘gerade bei American Idol Kack-Musik hören’ “. Solche Sachen halt. Ich habe auch alles aufgenommen. Leider kann man hier keine Fotos hochladen. Aber wenn ich wieder komme zeige ich Euch alles.

Und gerade ist bei uns der Super Bowl zu Ende gegangen. Ein paar von Euch haben das vielleicht mitgekriegt. Das wichtigste Spiel der Saison. Das große Finale! Leider haben es unsere New Orleans Saints nicht ins Finale geschafft, deswegen waren jetzt die New York Giants und die New England Patriots im Finale. Es war ein knappes Spiel, mit einem Sieg der Giants. Mir haben Leute schon Wochen vorher gesagt, dass ich den Super Bowl schon alleine wegen der Werbungen gucken soll, weil die die witzigsten des ganzen Jahres sind. Das liegt daran, dass die für jede halbe Minute 3,5 Millionen Dollar zahlen müssen und sich deswegen viel für eine gute Werbung ausgeben, damit es sich auch lohnt. Und ja, es waren deutlich bessere Werbungen dabei als sonst. Es gibt trotzdem aber auch immer regionale Werbungen auf allen Sendern. Jede größere Stadt hat seinen eigenen Fernsehmast und -produktionszentrale mit verschiedenen überregionalen Sendern, die dann regionale Werbungen für die regionalen Fernseher senden. Wenn also eine Werbung 5 Minuten lang ist gibt es irgendwie so 3 Minuten nationale und 2 Minuten regionale Werbungen.
Also wie gesagt war ein gutes Spiel, wäre aber toller gewesen, wenn die Saints drin gewesen wären. Dann hätten wir wahrscheinlich auch etwas wie ne kleine Feier hier gehabt. So haben wir Gambo und Cookie-Kuchen gegessen und in der Küche das Spiel gesehen. In der Halbzeit gibt es immer eine bombastische Halbzeit-Show, in der dieses mal Madonna als Act dabei war. Sie hatte ne tolle Show mit einigen ihrer Top-Hits und hatte auch Begleitung von LMFAO, Nicki Minaj und Cee-Lo Green.

Jetzt heißt es wieder: “Was ist mir dieses mal wieder aufgefallen?”:

  • hier gibt es nicht wirklich Sprudelwasser. Alles Wasser, was man hier kauft, ist ohne Sprudel. Einmal habe ich Sprudelwasser in einem Restaurant hier gesehen, aber sonst nicht wirklich
  • in einigen Fächern in der Schule warten viele Schüler vor der Tür die letzte Minute, bis die Klingel geht, weil der Unterricht sowieso schon zu Ende ist. In anderen Fächern sagt der Lehrer dann aber auch: “Setzt Euch hin, bis es klingelt!”
  • alle bewundern den Euro. Es haben mich schon viele gefragt, ob sie mal “deutsches Geld” sehen können und wenn ich denen dann meine Euros zeige, die ich immer in meinem Portemonnaie habe, sind sie ganz begeistert. Leider habe ich keine Münzen mitgebracht..
  • in der Schule haben wir in Tests und Quizzen so viel Zeit, wie wir wollen oder brauchen. Es gibt eigentlich keinen Lehrer, der sagt: “Zeit ist um!”. Häufig machen wir am Tag des Tests/Quiz auch keinen wirklichen Unterricht mehr, obwohl die meistens nicht länger als 20-30 Minuten sind
  • normale Radiosender haben keine Nachrichten. Für Nachrichten muss man auf einen Nachrichten-Radiosender umschalten.
  • voll viele Leute lachen über alles was ich sage, auch wenn es gar nicht so witzig ist.
  • 7 von 10 Amerikanern essen mit Papptellern. Das habe ich vor kurzem in einem Spiel gelernt. Wahnsinn oder? Grund ist Geld und Zeit. Es ist einfach einfacher die Teller zu benutzen und wegzuwerfen, als sie in eine Spülmaschine zu tun (die sich auch nicht jeder leisten kann) oder mit der Hand zu waschen.
  • fast alle haben ein eigenes Haus. Und wenn man sich kein großes Haus leisten kann, dann hat man eben ein sehr kleines und schlecht isoliertes oder einen Wohnwagen. Aber so Mehrfamilienhäuser sind hier eher ungewöhnlich.
  • Obama ist ziemlich unbeliebt. Und das ist nicht nur hier so. Wir haben bei Facebook eine Gruppe mit allen into-Austausch-Schülern und da hat auch jemand gefragt, ob es bei denen auch so ist und jeder meinte auch so, ja, es ist das gleiche bei denen
  • vor einiger Zeit waren wir wieder mit den Austauschschülern was machen: diesmal bowlen. War gut wie immer. Nichts besonderes..
  • ich wachse in allen Dimensionen im Moment :D
    Das heißt ich werde größer, und auch meine Muskeln werden größer von den ganzen Workouts in der Schule, aber auch mein Bauch wird größer! Also es ist jetzt nicht dramatisch oder so, es ist mir halt einfach nur aufgefallen. Aber ich mache jetzt auch häufig Sport im Fitnesscenter, so auch heute 2 Stunden mit William und da laufe ich auch auf dem Laufband, mache Bauchmuskeltraining und und und

Und das war es auch schon.. Euch einen guten Start in die nächste Woche und man sieht und hört voneinander. Bei Gelegenheit werde ich wahrscheinlich auch nochmal ein paar Bilder hochladen, aber das kann wieder was dauern :D

Tschau mit V!
Joscha

Frohes Neues Jahr! :)

January 17th, 2012 by Joscha

Hallo alle zusammen!
Ich habe mich in diesem Jahr noch gar nicht gemeldet! Das hole ich aber jetzt ganz schnell nach! Ich wünsche Euch allen ein Frohes Neues Jahr und hoffe ihr hattet einen guten Rutsch. Am Silvesterabend habe ich natürlich erstmal den Live-Stream aus Berlin verfolgt im Internet. Und danach sind wir mit unserer Familie zu ner befreundeten Familie gegangen, um da Silvester zu verbringen (übrigens die Familie der Norwegerin an unserer Schule, die allerdings nicht da war, weil sie auf der Senior-Party war). Also wir sind gut und gemütlich reingerutscht. Es war jetzt nicht übertrieben spektakulär, aber nett. Wir hatten halt so Wunderkerzen und kleinere Böller und so, die wir gegen Viertel vor 12 angezündet haben. Raketen sind aber wohl verboten in der Stadt zu schießen, weswegen der Himmel nicht voll mit Raketen war. Ein Haus in Sichtweite hatte Raketen. Um 11 haben wir Silvester in New York geguckt. Das ist ja hier echt besonders: in einem Land 4 Silvester zu haben! Und um 12 war hat man sich dann ein Frohes Neues gewünscht und ein wenig später sind wir nach Hause gegangen.

Und dann hatten wir noch ca. 3 Tage Ferien und die haben wir hier gechillt. Einmal kamen ein paar Seniors rüber, die ich eingeladen hatte, um Paranormal Etnity zu gucken (so ziemlich ne Kopie von Paranormal Activity). Das war ganz nett. Ja, und dann hieß es wieder Schule -.-, was aber gar nicht so schlecht war, weil man dann wenigstens wieder richtig was zu tun hat. Jetzt merke ich aber, dass so Ferien schon auch nett waren, weil ich 2 Bücher parallel für 2 verschiedene Fächer lesen muss, morgen 2 Tests habe und es schon manchmal ein klein wenig viel sein kann. Deswegen schreibe ich auch nur an Wochenenden oder Feiertagen hier rein, wie z.B. heute: Martin Luther King Day = keine Schule! :) Beamte müssen nicht arbeiten, viele andere Berufe gehen aber zur Arbeit, so auch mein Hostdad Wilson. Aber Fußballtraining hatten wir wieder und morgen wieder ein Spiel. Und morgen fängt auch Schul-Tennis-Training an, 3x pro Woche mit allen Schülern von der Schule, die für die Schule spielen wollen (meistens spielen aber nur die besten 4-6, ich hoffe, ich kann es schaffen, einer dieser zu sein!). Ich frag’ mich gerade, wie ich das dann morgen machen soll mit Tennis und Fußball. Muss ich nochmal überlegen! xD Wahrscheinlich Fußball, weil es sowieso die letzten Spiele jetzt sind und die Saison fast vorbei ist.

Als die Schule wieder anfing mussten wir wieder diesen sogenannten Star-Test machen, um zu gucken, was man für ein guter Leser ist. Ich bin minimal abgerutscht, aber immer noch 8.-Klässler und soll jetzt 18 Punkte (statt 17) machen. Und wir haben auch die Ergebnisse von zwei anderen überregionalen Vergleichstests bekommen (der PreACT und der PLAN) und ich habe bei beiden im Mathe-Teil hervorragend abgeschnitten, und im Englischen Teil was verkackt, in manchen Bereichen weniger als die Hälfte (Wörterbedeutung). Aber das wusste ich ja beides auch schon vorher.
Ich bin hier auch im FBLA-Club, ein Club mit Schülern der Schule, die in etwas gut sind (v.a. Business-verbunden, z.B. Mathe). Und da wollte ich auch im Mathe-Teil im Wettbewerb mitmachen, aber das war schon voll (2 Leute pro Bereich). Jetzt mache ich mit im Bereich Computerwissen, und zwar einmal im Bereich von Programmen und Bedienen und dann auch mit ein wenig Programmierkenntnissen. Da bin ich mal gespannt, wie das werden wird. Ich werde Euch auf jeden Fall davon berichten.

Eine Sache, die jetzt neu für mich in der Schule ist, dass ich jetzt Weightlifting/Workout habe, statt Law Studies, weil das nur ein Semester-Kurs war. Ich hatte dann die Wahl zwischen Fotografie, Erziehungskunde oder Gewichtsheben. Ein paar Muskeln kriegen, ne? ;) Also Weightlifting heißt Bankdrücken, verschiedene Schulterübungen mit Gewichten, Beinarbeit (z.B. Kniebeugen), und noch viele andere Fitnessgeräte. Und dann drinken wir immer Proteinmilch danach, damit da auch was wächst xD

Ich habe aber auch noch schlechte Neuigkeiten: Mir ist leider vor ein paar Tagen mitgeteilt worden, dass das Red Hot Chili Peppers Konzert in New Orleans, wo ich ja hingehen wollte, verschoben wird — und zwar auf Oktober!!!!! Ist das nicht kacke?? Da hatte ich mich so drauf gefreut und war so kurz davor, dahin zu gehen, und dann wird das verschoben für nachdem ich wieder in Deutschland bin. Grund?: Der Fronstsänger hat ne Operation am Fuß!! Blöd gelaufen.

Dafür ist das Wetter in den letzten Tagen einfach nur großartig! Also echt warm (24°C) und strahlender Sonnenschein. Es roch heute sogar schon nach Frühling. Dabei ist der kalte Winter noch gar nicht da gewesen. Also heute war ich in Shorts und T-Shirt draußen und ich habe geschwitzt (also ich bin schon gelaufen, aber trotzdem). Das kann man wohl nur im Süden hier haben xD

Das war’s soweit von mir. Bergfest habe ich ja auch schon hinter mir, von hier an geht’s jetzt bestimmt ganz schnell. Silvester war so ziemlich Halbzeit. Jetzt zum Abschluss wieder Dinge, die mir aufgefallen sind. Viel Spaß!:

  • Hier gibt es in fast jedem Haus Eismaschinen. Es sieht so aus wie eine Minibar oder ein Minikühlschrank, aber es ist nur gefüllt mit Eiswürfeln und einer Schaufel, mit der man die Eiswürfel rausbekommt. Und es produziert das Eis selber. Cool, ne? :)
  • Alles ist hier in riesigen Mengen und Gefäßen: Milch z.B. kauft man hier in einem 3.78 l (1 Gallon) großen Plastikbehälter. Auch Säfte und vieles andere sind hier viel größer als in Deutschland. Amerika!
  • Autos brauchen nur hinten ein Kennzeichen zu haben! Das ist ganz interessant. Viele haben vorne entweder kein Kennzeichen oder haben stattdessen ein LSU-Schild oder so.
  • Wir haben jetzt in Englisch mal das Thema Todesstrafe aus irgendeinem Grund besprochen und fast alle sagten, dass sie die Todesstrafe für richtig oder Okay fanden. Das liegt wahrscheinlich auch daran, dass die Todesstrafe hier noch existiert, und umgekehrt.
  • Das war’s..

1. Weihnachten in den USA (Jetzt auch mit Fotos!!)

December 27th, 2011 by Joscha

**UPDATE: seit heute sind auch Fotos angehangen am Ende dieses Blogs**

 

Weihnachten ist jetzt vorbei  –  leider! Es waren tolle letzte Tage und es war echt galaktisch, was ich alles bekommen habe.

Am 24. ist ja hier offiziell noch nicht wirklich Weihnachten. Wir durften aber schon Geschenke von der Verwandtschaft öffnen, die schon unter dem Weihnachtsbaum lagen. Da habe ich schon ganz coole Sachen bekommen von Großeltern und Tante/Onkel und meinen Geschwistern. Nämlich ein Jo-Jo, ein Gutschein für ein Bücherladen, ein Gutschein für eine sehr geile Eisdiele (man mixt sich selber sein eigenes Joghurteis (genannt: Frozen Yoghurt) in einem Becher und kann es mit Sachen wie Früchten, Oreos, ZimtZucker, Mini-Brownies… bestücken und zahlt am Ende, jenachdem wieviel es wiegt), eine Coldplay Live CD, ein Buch, und ein nook (ein elektronisches Lesegerät). Es war ein toller Abend, auch mit viel Excitement schon. Das sollte mich aber nur auf den nächsten Morgen einstimmen, wie ich hörte! :D
An diesem Abend sind wir früh ins Bett gegangen, so 9-10 Uhr, um dann fit für den nächsten Tag zu sein.

Am nächsten Morgen bin ich sogar schon vor 8 aufgewacht. Wahrscheinlich war sogar ich ein wenig aufgeregt, wie mein erstes Weihnachten hier sein wird. Ich habe vorher von meinen Schwestern gesagt bekommen, dass die echt immer viel kriegen, und damit hat sie auch echt Recht gehabt! :)
Gegen kurz vor 8 ist dann Frances in mein Zimmer gekommen, um mich aufzuwecken, geanuso wie William und auch unsere Eltern. Ich habe mir dann schnell Trainingshose und ein langes Oberteil übergezogen und mir was Wasser ins Gesicht gespritzt und dann mit den anderen Kindern auf die Eltern gewartet. Kurze Zeit später waren alle bereit, die Flurtür ins Wohnzimmer zu öffnen, die Videokamera lief und es ging los. Es war einfach gigantisch, wie viele Geschenke da lagen. Jeder hatte seinen eigenen Stuhl und wusste schon, wo er seine Geschenke hat. Ich habe den Platz auf der Couch bekommen. Jeder hatte einfach 10 oder mehr Geschenke da liegen. Das erste was jeder gemacht hat war, sich seine Socke über dem Kamin zu nehmen und zu gucken, was Santa darein getan hat. Es waren ganz coole Sachen. Ich habe ein Tennis Overgripband-Pack, Kaugummis und Sneakersocken bekommen.

Dann ging es an die Geschenke. Jeder packt nacheinander aus. Manchmal mit und manchmal ohne Videokamera. Auch ich habe was auf meinem Handy mitgefilmt. Es war echt ganz nett so im Pyjama bzw. gemütlichen Klamotten Geschenke auszupacken. Es war viel Freude im Raum, wenn jemand etwas bekommen hat, was er sich wirklich gewünscht hat. So auch bei mir, ich habe wirklich tolle Sachen bekommen:

  • das Guinness World Records 2012 Buch
  • zwei Kniffligkeits- oder Geschickligkeitsspiele -> cubigami (verschiedene Würfelformen bauen) und eins, wo man versucht so Metallringe mit Geschick auseinanderzubekommen
  • ein Ticket für ein Red Hot Chili Peppers Konzert in New Orleans (!!!!!) :)
  • eine iHome-Anlage (iPod-Dock bzw. Lautsprecher)
  • eine 50$ iTunes Card
  • ganz ganz viele Klamotten: Pymama-Hose, schwarze Shorts, zwei verschiedene langärmlige Traningsoberteile, zwei Hemd, Nike-Shorts und ein Red Hot Chili Peppers T-Shirt

Es war einfach nur der Hammer! :)
Und im Adventskalender war noch eine ganze Box mit JuicyFruit Kaugummis für jeden. Ich war echt übertrieben froh und hab mich wie ein kleines Kind gefühlt haha.

Als alle Geschenke ausgepackt waren, hat jeder seinen Geschenkhaufen in sein Zimmer getragen. Jetzt war es schon so 10 Uhr rum. Und bald kommt schon die Familie. Erstmal ein kleines Frühstückssnack jetzt. Und eine Stunde später trudelten dann auch schon die ersten Familienangehörigen ein. Es werden ein paar ganz gute Stunden mit denen. Es gibt viel zu essen. Es gibt Truthahn/Pute, Schinken mit Cranberry-Sauce und dann alle Gerichte, die Kathryn in den letzten Tagen schon vorbereitet hat: Spinat-Auflauf, süßer Kartoffelauflauf, Pilze in Weinsauce und noch ganz viele andere Sachen, die mir jetzt gerade nicht einfallen. Das war echt lecker. Und ich habe einen Teller mit deutschem Weihnachtsgebäck (Spekulatius, Lebkuchen…) gemacht, die ich von meinen Großeltern aus Deutschland bekommen habe :)
Dann war es einfach so ein Family-Get-Together-Tag mit Reden, Musik, Just Dance auf der Wii usw.
Auch hier noch ein paar Geschenke von der Oma hier. Ich habe ein Geschichtsbuch bekommen, ein Atlas mit Kriegsflugzeugen. Als die Familie langsam verschwand, haben wir uns ein wenig mit unseren Geschenken beschäftigt. Es war nachmittags, Richtung Abend gehend und später haben wir uns noch KarateKid angeguckt, den Film, den Larkin in ihrer Socke hatte. Es war so ein langer, toller Tag, dass es sich am Ende angefühlt hat, als hätte man die Geschenke Tage vorher ausgepackt :D

So sah mein Weihnachten hier in den USA aus :)
Und ich bin echt froh, dass ich in so einer tollen Familie gelandet bin :)